Wieso hustet man?

Husten kommt durch eine Irritation des Atemtraktes irgendwo Zwischen dem Kehlkopf und tieferen Teilen der Lunge. Sein Zweck ist, die Atemwege von Schleim, Bakterien und/ oder Viren, oder Fremdkörpern zu befreien. Manchmal wird Husten plötzlich ausgelöst, wenn man sich verschluckt hat, oder Gase bzw. Staub eingeatmet hat. Meistens aber – und vor allem wenn er länger anhält – ist er Teil einer allgemeinen Infektion. Bei vielen Leuten fängt eine Erkältung sogar mit Husten an! Obwohl auch schon ein leichter Husten sehr nerven kann, sollte man sich daran erinnern, dass der Husten kein Symptom als solches ist (und auch nicht als solches bekämpft werden sollte), sondern Teil eines tiefer liegenden Problems. Hat man also Husten, so sollte man die Warnsignale des Körpers nicht ignorieren, indem man unterdrückende Medikamente nimmt, sondern hinhören und den Körper unterstützen, so gut es geht. Denn wenn man Medikamente einnimmt, die den Hustenreiz unterdrücken, so kann der Schleim nicht abgehustet werden und die Lungen haben damit zu kämpfen ihn loszuwerden – und Schleim ist auch immer eine perfekte Brutstätte für Bakterien!

 

Ein paar wichtige homöopathische Mittel für verschiedene Arten von Husten:

Trockener Husten:

Bei trockenem Husten hat man kaum oder keinen Schleim. Er kann das Resultat von Infektionen mit Krankheitserregern sein, sowie den Kontakt mit Luftverschmutzern wie Zigarettenrauch. In den meisten Fällen entsteht ein trockener Husten, weil die Luftröhre zu trocken wird und sich entzündet. Die Ursache kann aber auch tiefer in den Lungen liegen. Folgende homöopathische Mittel können bei einem trockenen Husten helfen (es gibt natürlich viel mehr, hier nur ein kleiner Ausschnitt):

Aconitum: Plötzlicher Hustenanfall mit einem bellenden Husten, ausgelöst durch kaltes Wetter und vor allem kalten Wind. Oft sieht man bei diesen Menschen auch Ängstlichkeit/ Nervosität/ Ruhelosigkeit. Es kann sein, dass die Person ein Fieber hat und durstig ist, aber sie schwitzt nicht oder kaum.

Antimonium Tartaricum: Beim Husten hört man den tief sitzenden Schleim, aber er kommt kaum hoch. Der Patient schnappt vor jedem Hustenanfall nach Luft und muss sich hinsetzen um Luft zu bekommen. Eventuell hat der Patient Kopfschmerzen, die sich wie ein zu enges Stirnband anfühlen.

Bryonia: Hier entwickelt sich der Husten langsam. Er klingt trocken und abgehackt und ist so schmerzhaft, dass sich der Patient den Brustkorb hält (stechende Schmerzen). Der Patient hat großen Durst, aber der Husten wird meist schlimmer durch essen, trinken, oder wenn man in einen warmen Raum geht. Allgemein wird alles durch die kleinste Bewegung schlimmer und der Patient ist schlecht gelaunt.

Drosera: Der Husten ist trocken und krampfartig und der Patient hat Schwierigkeiten Luft zu bekommen. Hustenattacken folgen schnell aufeinander und teils so heftig, dass sich der Patient sogar übergeben muss. Der Husten ist bellend und die Stimme wird heiser. Der Husten wird meist schlimmer, sobald man sich abends ins Bett legt, aber tagsüber kann er fast wie weggeblasen wirken.

Rumex crispus: Trockener, kitzelnder Husten, der einem vom schlafen abhält. Der Husten ist bellend und erschöpfend, weil er einfach nicht aufhören will. Man hat das Gefühl, als würde hinten ein Brotkrümel feststecken. Anfänglich sind die Schleimhäute trocken, später kommt ein klebriger Schleim hoch. Nachts und durch Einatmen von kalter Luft wird der Husten schlimmer.

Spongia Tosta: Trockener, bellender Husten, zwischen dem man nach Luft schnappt, was sich oft pfeifend anhört. Der Hals ist berührungsempfindlich. Im Hals hat man das Gefühl, als wären die Schleimhäute alle aufgerissen und es brennt oft. Der Husten wird durch Sprechen schlimmer, sowie in warmen Räumen und die Stimme ist heiser. Besser wird er durch warme Getränke.

 

Feuchter, schleimiger Husten:

Haben sich Viren oder Bakterien in die Schleimhäute eingenistet, so produzieren sie Schleim, um die Bösewichte wieder loszuwerden. Folgende Mittel können hier helfen (kleiner Ausschnitt):

Ferrum Phosphoricum: Der Husten ist kurz, schmerzhaft und kitzlig. Teils ist er krampfartig und es kommt viel Schleim hoch, was vor allem nachts schlimmer ist. Es geht dem Patienten besser, wenn man einen kalten Waschlappen auf den Brustkorb legt, oder er sich hinlegen kann.

Ipecacuanha: Krampfartiger Husten mit viel Bildung von Schleim. Der Patient hat das Gefühl kaum Luft zu bekommen und muss sich vor lauter Schleim eventuell sogar übergeben. Der Husten ist schlimmer in warmen, feuchten Räumen und besser in der frischen Luft.

Merc. Sol.: Der Patient ist kurzatmig durch den Husten. Er bringt viel gelblich-grünen Schleim hoch. Der Husten ist schlimmer durch kalte Luft/Zug. Dem Patient geht es durch Wetter- /Temperaturwechsel, sowie nachts schlimmer.

Pulsatilla: Tagsüber kommt Schleim hoch, nachts ist der Husten trocken. Der Schleim ist zäh und gelb, teils aber auch grünlich oder klar wie Wasser. Alle Symptome werden in warmen Räumen schlimmer und sind besser an der kühlen, frischen Luft.

 

Allgemeine Ratschläge für Husten:

Trinken Sie genug! Sie müssen unbedingt genug Wasser (oder Tee) trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten. Das ist vor allem im Winter wichtig, wenn die Luft durch die Heizungswärme oft sehr trocken ist.

Halten Sie sich fern von reizenden Stoffen! Dazu gehören allerlei Gase, Parfum, Zigarettenrauch, Staub, etc.

Unterstützen Sie Ihr Immunsystem! Zu den Mitteln, die den Heilungsprozess eventuell beschleunigen können, gehören unter anderem Vitamin C, Zink, Probiotika, Propolis und Honig! Oma hatte also schon die richtige Idee mit ihrem selbst gemachten Hustensaft aus Honig und Zwiebeln.

Eine deutlich geruchsneutralere Variante und mein persönlicher Favorit: Das Immune Intensive von BioCare Deutschland. Es enthält hochdosiertes Vitamin A, C, D, Zink, Beta Glucane, L-Lysin und vieles mehr, die dem Körper schnell helfen, sich gehen Viren und Bakterien zu wehren.

Sie haben genau das richtige Mittel für Sie entdeckt, haben es aber nicht zu Hause? Oder Sie sind sich nicht ganz sicher, welches das Richtige ist? Ich berate gerne. Zum Beispiel in meiner Sprechstunde Mo-Fr zwischen 13-14 Uhr. Erreichbar bin ich telefonisch unter 0991 40868501 oder per Email.

Achtung! Dieser Artikel ist rein für informative Zwecke und ersetzt auf keinen Fall den Rat oder Besuch eines Arztes. Suchen Sie in akuten Fällen bitte Ihren Arzt auf oder rufen Sie den Notarzt. Verwenden Sie diesen Artikel nicht um sich selber zu diagnostizieren. Wenn Sie der Meinung sind, dass sie ernsthafte gesundheitliche Beschwerden haben, reden Sie bitte mit Ihrem Hausarzt darüber. Setzen Sie auf keinen Fall verschriebene Medikamente ab, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt besprochen zu haben.