Frage 1: Warum sind homöopathische Mittel so verdünnt?

Antwort: Der Erfinder, Samuel Hahnemann, verwendete ursprünglich die Grundsubstanzen. Bei denen, die toxisch sind, hat diese giftige Wirkung allerdings die therapeutische überschattet. Also hat er die Grundsubstanzen verdünnt, was allerdings auch den Heilungserfolg schmälerte. Per Zufall fand er allerdings heraus (nach einer holprigen Fahrt in einer Pferdekutsche), dass das Verschütteln von diesen verdünnten Substanzen dafür sorgt, dass sie besser wirken. Dies eliminierte also die Nebenwirkungen der Ursubstanz und erhöhte die therapeutische Wirkung.

Das heißt, dass obwohl ab einer C12 Potenz absolut kein einziges Molekül der Ursubstanz mehr in dem Mittel ist, die Information für den Körper durch das ständige Verschütteln zwischen dem Verdünnen immer stärker macht, je höher die Potenz. Dabei kann man aber nicht sagen: Je höher die Potenz, desto stärker das Mittel – weit gefehlt! Je höher die Potenz, desto mehr geht man auch auf die emotionale/geistige Ebene ein. Deswegen bei Hochpotenzen (C200 und höher am Besten den Fachmann/die Fachfrau dran lassen)

Frage 2: Wie nimmt man homöopathische Mittel richtig?

Antwort: Hier scheiden sich etwas die Geister. Manche Therapeuten geben Globulis prinzipiell in Wasser, andere bevorzugen die direkte orale Einnahme. Wenn man sich Globulis direkt in den Mund steckt, sollte man darauf achten, dass man keine starken Aromen mehr im Mund hat, wie zum Beispiel Kaffee oder Pfeffermünze. Obwohl man die Globulis natürlich vorher anfassen kann (vor allem der Patient selber), sollte das mit sauberen Händen passieren, da der „Wirkstoff“ außen auf dem Globuli sitzt – das Zuckerkügelchen ist also nur die Trägersubstanz, weswegen auch die Größe des Globulis keine Rolle spielt. Das homöopathische Mittel wird vom Körper binnen kurzer Zeit aufgenommen und man sollte circa 10 Minuten vor und nach der Einnahme nichts essen oder trinken (wobei Wasser ok ist). Die Dosis ist für Kinder und Erwachsene prinzipiell die selbe.

Nächste Woche:

Frage 3: Dosierung – Wie oft soll ich ein Mittel nehmen?

Antwort: Kurzum: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Also gilt: Nehmen Sie ein Mittel und warten erst einmal. Ein homöopathisches Mittel gibt dem Körper die Information, wie er wieder auf den rechten Weg zurückkommen kann. Wenn Sie also das Gefühl haben, dass sich die Symptome anfangen zu ändern, dann geben Sie dem Körper die Zeit, den Rest selbst zu erledigen. Weniger ist manchmal mehr!

Was die Dosierung angeht, ist sie so individuell wie jede Person! Dafür ist es am Besten, sie hören auf Ihren Körper und schalten Ihren gesunden Menschenverstand ein. Bei ein wenig Husten, der nervig genug ist, dass man was nimmt, aber nicht nervig genug, dass man zu Hause bleibt, wird eine einmalige, oder vielleicht zweifache Gabe ausreichend. Bei einem Husten, der so weh tut, dass man zu nichts mehr in der Lage ist, ist eine stündliche Gabe eher wahrscheinlich. Prinzipiell gilt: Wenn das Mittel anfangs geholfen hat, die Symptome irgendwann aber wieder zurück kehren, ist das der Zeitpunkt für die nächste Gabe (egal ob nach einer halben Stunde oder einem Tag). Und: Wenn sich die Symptome ändern (also von einer vollkommen verstopften Nase zu einer laufenden), dann muss man auch das Mittel anpassen und dementsprechend ändern!

Und wenn Sie sich nicht sicher sind, rufen Sie Ihren Homöopathen an!

Frage 4: Die Sicherheit von homöopathischen Mitteln – gibt es was zu beachten?

Antwort: Homöopathische Mittel sind prinzipiell für alle Altersstufen geeignet, das gilt auch für die Schwangerschaft und Babies. Wenn Sie einmal ein „falsches“ Mittel nehmen, so wird nichts weiter passieren (außer Sie nehmen es wiederholt und für einen längeren Zeitraum). Sollten während der Mitteleinnahme neue Symptome auftauchen, so kann es sein, dass Sie das Mittel „prüfen“, was bedeutet, dass Sie dieses Mittel nicht brauchen. Diese Symptome hören dann auf, wenn Sie aufhören das Mittel zu nehmen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Mittel richtig für Sie ist, fragen Sie am besten Ihren Homöopathen.

Frage 5: Wird es mir schlechter gehen, bevor es besser wird?

Antwort: Nicht unbedingt! Eine Erstverschlimmerung ist selten. Manche Leute haben sie so gut wie nie, andere öfters. Die Erstverschlimmerung heißt, dass die behandelten Symptome kurz nach der Einnahme des Mittels ein bisschen schlimmer werden, bevor sie dann besser werden oder gar verschwinden. Passiert dies, können Sie aber prinzipiell gelassen sein, denn das bedeutet, dass es das richtige Mittel war und es bald besser werden wird.

Frage 6: Wie verwahrt man homöopathische Mittel richtig?

Antwort: Prinzipiell verfallen homöopathische Mittel nicht, solange sich der Zucker nicht in Wohlgefallen auflöst. Deswegen sollte man sie aber nicht in der direkten Sonne, auf Heizungen, oder im Kühlschrank aufbewahren sondern einfach bei Raumtemperatur und weg von sehr starken Gerüchen. Aber! Handystrahlung ist nicht nur krebserregend, sie kann auch auf Dauer gesehen homöopathische Mittel zerstören. Das ist ärgerlich, denn keiner weiß genau, ab wann das der Fall ist und wenn Mittel irgendwann nicht mehr wirken, wird jeder (inklusive dem Homöopathen) meinen, dass es das falsche Mittel war, anstatt dass das Mittel einfach verstrahlt wurde. Also wenn Sie die Mittel ab und zu in Nähe von Handys aufbewahren, sollten Sie sich eine Schutztasche besorgen. Bei Bedarf einfach Agnetha fragen unter 0991 40868501 oder per mail.

Frage 7: Was mache ich, wenn mein Kind die ganze Flasche gegessen hat?

Antwort: Ruhig bleiben und demnächst die Globulis besser verwahren. Wenn sich ein Kind eine Flasche komplett in den Mund schüttet, hat es zwar auf einmal recht viel Zucker erwischt, aber nur 1x die Information des Mittels. Anders wäre es, wenn es sich ein Globuli alle 5 Minuten in den Mund steckt. Dann kann es sein, dass der Körper irgendwann anfängt das Mittel zu prüfen. Aber welches Kind macht das schon!?

Frage 8: Wie wähle ich bei akuten Beschwerden das richtige Mittel aus?

Antwort: Bei akuten Beschwerden gilt, dass man sich rein auf diese Symptome konzentrieren sollte. Außerdem geht akut als solches immer vor. Also auch, wenn man sich für etwas anderes in homöopathischer Behandlung befindet, heißt das nicht, dass man nicht auch was anderes nehmen kann, wenn man in der Zwischenzeit unter akuten Beschwerden leidet. Dabei beachten Sie aber bitte, dass die Symptome eventuell eine Entgiftungsreaktion sein könnten, weswegen Sie am besten Ihren Homöopathen darüber in Kenntnis setzen, anstatt selbst rumzudoktern.

Die wichtigsten Kriterien für die richtige Mittelwahl sind die Modalitäten, sprich: Was macht das Symptom prinzipiell besser oder schlimmer? Also bei Kopfschmerzen zum Beispiel, reicht es nicht, wenn Sie ihrem Homöopathen sagen, dass Sie Kopfschmerzen haben. Der entscheidende Punkt ist: Wie sind die Schmerzen (stechend, pochend, ziehend, drückend, etc) und wo sind sie (Stirn, rechts hinterm Auge, Schläfen, von hinten nach vorn ziehend, etc). Macht das Drücken auf den Kopf den Schmerz eventuell besser, oder der warme Waschlappen? All solche Dinge geben wertvolle Hinweise über das indizierte Mittel und je genauer man es beschreiben kann, desto einfacher ist es.

Frage 9: Aus was sind homöopathische Mittel eigentlich gemacht?

Antwort: Aus allem möglichen (und unmöglichen!) Der vorherrschende Glaube ist ja, dass homöopathische Mittel nur aus Pflanzen gemacht sind, aber das ist falsch. Man kann sie auch aus tierischen Produkten herstellen (z.B. Schlangengiften), aus Mineralien und Metallen, aus Medikamenten und Impfungen – der Homöopathie sind keine Grenzen gesetzt. Deswegen kommen zu den circa 3.500 Mitteln ja auch täglich neue hinzu!

Frage 10: Kann ich meinem Haustier auch homöopathische Mittel geben?

Antwort: Ja Klar! Manchmal ist es zwar etwas schwieriger, das richtige Mittel herauszusuchen, da Tiere einem schlecht sagen können, was die Symptome besser oder schlechter macht. Dafür sind Tiere meist noch nicht so vergiftet wie Menschen, weswegen sie sehr gut und schnell auf das richtige Mittel reagieren. Es gilt also das selbe wie beim Menschen: Nach besten Wissen und Gewissen das Mittel aussuchen, geben, abwarten und schauen, was passiert. Und wenn man sich nicht sicher ist: Nachfragen!

 

Bitte beachten: Obwohl diese Antworten denen entsprechen, die wir in der homöopathischen Apotheke, in der ich in London mehrere Jahre gearbeitet habe, an die Kunden/Patienten weitergegeben haben, so sind sie trotzdem meine persönliche Meinung. Das heißt, wenn Ihr Homöopath Ihnen etwas anderes geraten hat, so halten Sie sich bitte daran, denn nur weil die Meinung anders ist, heißt es nicht, dass sie falsch ist.